Datahouse Diaries
Datahouse Diaries: Josés Reise zwischen Kulturen, Code und Expertise
27 Apr. 26

Von Portugal zu einer globalen Perspektive – Josés Weg ist geprägt von Neugier, Erfahrung und kontinuierlicher Weiterentwicklung.
José Granha, Expert Software Engineering, Datahouse Portugal
In diesem Datahouse Diaries spricht er über seinen Weg in der Tech-Welt, seinen Übergang in eine Führungsrolle und was ihn in einem sich ständig verändernden Umfeld motiviert.
Auf persönlicher Ebene: Deine Familie hat einen besonderen, international geprägten portugiesischen Hintergrund. Möchtest du uns etwas über deine Herkunftsgeschichte erzählen?
„Mein kultureller Hintergrund erstreckt sich über drei Kontinente und vier Länder, obwohl ich in Portugal geboren und aufgewachsen bin. Es bestehen hier und da Verbindungen, die mich zu einem Weltbürger machen, gleichzeitig bin ich aber aus mehreren Gründen fest in meinem Heimatland verwurzelt.“

Als einer der erfahrensten Entwickler im Büro: Kannst du uns etwas darüber erzählen, was du im sich ständig verändernden Tech-Umfeld beobachtet hast – Dinge, die früher als selbstverständlich galten und sich verändert haben – und wie du diese Veränderungen erlebt hast?
„Ich halte mich an ein Sprichwort, das auch heute noch gilt: Obwohl sich Computer im Laufe der Zeit weiterentwickelt haben, werden sie immer noch von denselben Schrauben und Bolzen zusammengehalten. Und tatsächlich kann ich das bestätigen, wenn ich mir meine Kiste mit Ersatzteilen anschaue.
Es stimmt, dass sich Technologien verändern, Programmiersprachen verschwinden und neue entstehen, Prozesse werden vereinfacht oder komplexer – aber die grundlegenden Konzepte bleiben bestehen, wenn man bereit ist, genau hinzusehen. Und wie ein Krebs in einem Topf, dessen Wasser sich langsam, aber stetig erhitzt, passen wir uns über die Jahre hinweg an. Das war schon immer die Spielregel in der IT-Welt. Letztlich liegt unser grösster Wert darin, die gesammelten Erfahrungen zu nutzen – technisch, organisatorisch und persönlich.“
Seit deinem Einstieg bei Datahouse für das Projekt Wüest Dimensions: Welche Rollen hast du übernommen und was sind aus deiner Sicht deine grössten Erfolge?
„Ich bin als Engineer bei Datahouse eingestiegen und habe aktuell die Rollen als Line Manager und Senior Expert inne. Zu meinen grössten Erfolgen zählt der Aufbau von zwei Projekten – sowohl aus prozessualer als auch technischer Sicht – als Satellitenprojekte von Wüest Dimensions. Letzteres ist auch das Projekt, in dem mein Einfluss als Tech Lead am grössten war.“
Mit Blick nach vorne: Welche spannenden Entwicklungen siehst du noch im ambitionierten Projekt Wüest Dimensions?
„Ich gehe mit dem Flow. Es passiert noch sehr viel, und ich betrachte das Ganze mit Neugier und Interesse.“
Du wurdest relativ schnell zum Line Manager befördert. Was sind aus deiner Sicht wichtige Eigenschaften für ambitionierte Softwareentwickler, die eine Führungsrolle anstreben?
„Es ist einfach, ein paar Zeilen Code zu schreiben, um eine Anwendung zu erstellen. Echter Mehrwert entsteht jedoch erst, wenn man den Kontext versteht, in dem sie entwickelt wird. Nur mit diesem Verständnis können wir heute und in Zukunft den grössten Beitrag leisten.
Der Satz ‚Erwarte das Unerwartete‘ kommt mir ebenfalls oft in den Sinn. Es ist leicht anzunehmen, dass alles wie geplant funktioniert, aber ebenso wichtig ist es, mögliche Fehlerquellen zu erkennen und zu überlegen, wie man sie verhindern oder ihre Auswirkungen minimieren kann.
Es gibt keine perfekte Anwendung, aber wir sollten immer danach streben, sie so gut wie möglich zu machen.“
Du hast ein eher ungewöhnliches Hobby: die Renovation einer Villa im Zentrum Portugals, weit entfernt von Lissabon. Erzähl uns mehr darüber. Was machst du dort genau?
„Ganz so ungewöhnlich ist es vielleicht nicht, wenn man sich die vielen YouTube-Videos anschaut, in denen Menschen genau das tun – die ich mir gelegentlich auch gerne anschaue.
Neben den üblichen Tätigkeiten, die mit einem Haus auf dem Land verbunden sind – Instandhaltung, Pflanzen und Ernten – kümmere ich mich auch um Renovationen: Schäden reparieren, neue Geräte installieren, Verkabelungen erneuern und alles, was sonst anfällt. Wie einer meiner Nachbarn sagt: Wenn man etwas tun will, gibt es dort immer etwas zu tun.
Aktuell arbeite ich am Bewässerungssystem für den Garten, das sich nun in der finalen Phase befindet. Dazu gehörten Hausinstallationen, Elektrik, Internetverkabelung und Firewalling, Grabarbeiten und nun das Verlegen von Leitungen, damit das Wasser alle Pflanzen erreicht.“

Was ist deine Empfehlung für eine Auszeit in Portugal für Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland?
„Portugal hat viele Schätze, von denen einige nicht ausreichend geschätzt werden. Zwei davon möchte ich hervorheben:
- Penedo Furado – ein Flussstrand, der Wandern, Sightseeing und Erholung in einem bietet, sowohl für Abenteuer als auch für Entspannung.

- Praia da Quinta do Lago – an der Algarve, nahe Faro. Doch nicht nur der Strand selbst ist besonders, sondern auch der Weg dorthin über Ludo.“

Da du in der Baixa (Innenstadt) von Lissabon lebst: Welche fünf Restaurants würdest du Kolleginnen und Kollegen empfehlen?
„Leider ist die Innenstadt heutzutage stark gentrifiziert, und viele Angebote ähneln sich zunehmend. Dennoch gibt es einige Orte, die ihren ursprünglichen Charme bewahrt haben. Meine Empfehlungen sind:
- Cervejaria Trindade
- Confeitaria Nacional (kein klassisches Restaurant, bietet aber leichte Mahlzeiten an)
- Casa do Alentejo
- Marisqueira Uma
- La Villa“
Eine unerwartete Erkenntnis aus deinem ersten Jahr?
„Dass auch Fähigkeiten ausserhalb der IT von Wert sein können. Ich war überrascht, dass mein Hintergrund im Rechnungswesen meinen Projekten helfen konnte – wenn auch nur in kleinem Umfang.“
Letzte Worte?
„Datahouse ist ein schöner Ort, um zu arbeiten und sich weiterzuentwickeln – mit einem freundlichen und kooperativen Umfeld, das sich stetig weiterentwickelt und in dem alle zusammenarbeiten.“
share